Die Forschergemeinschaft und Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO oder das Bundesamt für Gesundheit gehen davon aus, dass elektromagnetische Wellen von Handys und Mobilfunkantennen nicht schädlich für die Gesundheit sind. Um ganz sicher zu gehen, gilt für Handys ein Maximalwert für die gesendete Leistung (so genannter SAR-Wert). Und für Antennen gilt ein Grenzwert, der in der Schweiz zehnmal tiefer ist als in den meisten anderen Ländern.
Was ist SAR?
Die maximale Sendeleistung von Handys wird durch die „Spezifische Absorptionsrate" (SAR) bestimmt. Das ist die Menge an Wärme, die der Körper beim Telefonieren aufnimmt, angegeben in W/kg (Watt pro Kilogramm). Der maximal empfohlene Wert ist 2 W/kg. Im täglichen Gebrauch ist der effektive Wert wesentlich tiefer ist, als der im Labor berechnete maximale SAR-Wert. Nur wenn die Empfangsqualität schlecht (grosse Distanz zur nächsten Antenne), durch Hindernisse erschwert (beispielsweise in Zügen, Autos oder im Keller), oder wenn man sich schnell bewegt (im Auto oder im Zug), muss das Handy mit maximaler Leistung senden.
Kann ich mich zusätzlich schützen?
Eine Aussenantenne beim Auto verbessert nicht nur den Empfang, sondern senkt zusätzlich die elektromagnetischen Felder im Auto. Auch zuhause oder im Büro gilt: Wer lange mit dem Handy telefoniert, benutzt am besten eine mobile Freisprechanlage. Je schlechter der Empfang, desto höher die Leistung des Handys und desto kürzer die Betriebsdauer des Akkus bis zum nächsten Aufladen.
Brauchen Kinder zusätzlichen Schutz?
Die gesetzlichen Vorgaben im Bereich des Mobilfunks sind in der Schweiz ausdrücklich so festgelegt, dass auch Kinder ausreichend geschützt sind. Handys gehören erst dann in die Hand von Kindern, wenn ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Geräten sichergestellt ist. Dies ist zwischen Eltern und Kindern zu regeln.
Stören Handys Herzschrittmacher?
Bei älteren Herzschrittmachern und Hörgeräten kam es gelegentlich vor, dass sie durch Handys in der Nähe gestört wurden. Geräte der neuen Generation sind davor geschützt. Genaue Auskunft darüber geben die Hersteller von Herzschrittmachern und Hörgeräten. Genügt dies jemandem nicht, kann er zusätzliche Vorsichtsmassnahmen ergreifen: