Elektromagnetische Felder wirken in Abhängigkeit von ihrer Frequenz unterschiedlich auf den menschlichen Körper ein. Niederfrequente magnetische Felder (z. B. von der Stromversorgung) durchdringen den Körper fast ungehindert. Niederfrequente elektrische Felder dagegen können kaum in den Körper eindringen. Die hochfrequenten elektromagnetischen Wellen, wie sie beim Mobilfunk erzeugt werden, werden vom Körper teilweise reflektiert und teilweise absorbiert und dabei in Wärme umgesetzt. Bei noch höheren Frequenzen, wie bei der Infrarotstrahlung und beim Licht, werden die elektromagnetischen Wellen bereits von der Haut absorbiert. Dabei entsteht spürbare Wärme. Oberhalb einer Frequenz von 1015 Hertz spricht man von „ionisierender Strahlung". Dazu gehören z.B. Röntgenstrahlung, Beta-Strahlung und Gamma-Strahlung. Diese sind aufgrund ihrer hohen Quantenenergie in der Lage, Atome oder Moleküle in einen elektrisch geladenen Zustand zu versetzen - zu ionisieren- und damit in molekulare oder atomare Strukturen einzugreifen. Die elektromagnetischen Felder, die bei der Energieübertragung oder bei Funkanwendungen eingesetzt werden, fallen alle unter die „nichtionisierende Strahlung". Die Auswirkungen der elektromagnetischen Felder auf die Gesundheit sind seit Jahrzehnten Gegenstand umfangreicher Untersuchungen. Zum Schutz von gesundheits-gefährdenden Auswirkungen haben anerkannte wissenschaftliche Gremien und Institute wie die Weltgesundheitsorganisation(WHO) und die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlen (ICNIRP) Grenzwerte festgelegt. Unterhalb dieser Grenzwerte ist die Wirkung von elektromagnetischen Feldern gesundheitlich unbedenklich.