FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Kaskaden und Dialogmodell?
Warum führen Einsprachen gegen Antennenstandorte oft zu mehr Immissionen?
Warum werden auch in Gemeinden mit Antennenausbau-Moratorien noch Mobilfunkantennen gebaut?
Warum können Mobilfunkantennen nicht einfach in Industriezonen aufgestellt werden?
Warum werden nicht mehr Antennen von den Mobilfunkbetreiberinnen gemeinsam genutzt?
Was ist der Unterschied zwischen dem Kaskaden- und Dialogmodell?
Das Kaskadenmodell sieht vor, dass Mobilfunkantennen erst dann in Wohnzonen gebaut werden dürfen, wenn aufgrund funktechnischer Bedingungen kein Standort in einer anderen, prioritären Zone gefunden werden kann. So kommen oft schlechtere Standorte zum Zug. Deswegen ist aus Sicht der Mobilfunkbetreiberinnen das Dialogmodell vorzuziehen. Dieses Modell sichert den Behörden eine frühzeitige Information und Mitsprache bei der Antennenplanung zu.
Warum führen Einsprachen gegen Antennenstandorte oft zu mehr Immissionen?
Die Mobilfunkbetreiberinnen sind bestrebt, Mobilfunkantennen an den technisch am besten geeigneten Standorten zu bauen. So wird einerseits eine optimale Netzabdeckung für die Bevölkerung gewährleistet, andererseits wird die Strahlung der Anlage so niedrig wie möglich gehalten. Muss eine Antenne aufgrund von Einsprachen an einem anderen, weniger geeigneten Ort aufgestellt werden, muss sie mit einer höheren Leistung senden und verursacht dadurch mehr Immissionen.
Warum werden auch in Gemeinden mit Antennenausbau-Moratorien noch Mobilfunkantennen gebaut?
Die Moratorien gelten nur für Antennenstandorte auf öffentlichem Grund und Boden. Den Bau von Kommunikationsanlagen auf Liegenschaften von Privaten können sie jedoch nicht verbieten. Ein Moratorium auf dem gesamten Gemeindegebiet ist damit – wie dies auch das Bundesgericht mehrfach bestätigt hat – nicht zulässig.
Warum können Mobilfunkantennen nicht einfach in Industriezonen aufgestellt werden?
Mobilfunkantennen haben eine vergleichsweis geringe Sendeleistung. Deswegen müssen sie dort stehen, wo Menschen mobil telefonieren und das Internet nutzen. Zudem ist die Strahlung einer Antenne umso geringer, je näher sie an den Nutzern ist. Antennen in Randgebieten sorgen also für schlechteren Empfang bei höheren Immissionen.
Warum werden nicht mehr Antennen von den Mobilfunkbetreiberinnen gemeinsam genutzt?
Zirka 30% aller Mobilfunkstandorte sind gemeinsam genutzte Anlagen, die sich die Betreiberinnen teilen. In ländlichen Gebieten und ausserhalb von Bauzonen ist die gemeinsame Nutzung oftmals die Regel. Innerhalb von Bauzonen wird diese Zusammenarbeit aber meist durch die strengen Emissionsgrenzwerte verhindert.
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