Schwierige Standortsuche

Bei der Wahl der Antennenstandorte kommt es zu einem Interessengegensatz zwischen dem Wunsch, mobil telefonieren zu können, und dem Wunsch, die Antenne möglichst nicht in der Nähe zu haben.
Aus technischer Sicht ist die Sache eindeutig: Antennen müssen dort platziert werden, wo die Nachfrage besteht. Die Bevölkerung hingegen möchte die Antennen möglichst nicht in der Nähe des eigenen Wohnorts wissen. Je weiter weg eine Antenne aber steht, desto grösser muss die Leistung von Antenne und Handy sein, um überhaupt eine Verbindung zu ermöglichen.

Fakt ist: Je näher die Antenne beim Nutzer steht, desto besser die Versorgungsqualität und desto tiefer die für die Verbindung notwendige Leistung und damit die Immission.
Je höher, desto besser
Der ideale Antennenstandort ist aus technischer Sicht jener, der sich am besten ins Gesamtnetz einfügt und die Nachfrage am besten deckt. Das können auf dem Land erhöhte Standorte wie Kirchtürme, Strommasten, Silos, Hügelzüge usw. sein, welche die Versorgung eines grossen Gebiets ermöglichen. Im Gegensatz zu frei stehenden Antennenmasten kann dabei eine bestehende Struktur genutzt und das Landschaftsbild geschützt werden. Schlecht sind Standorte, die sehr tief oder weit weg vom zu versorgenden Gebiet gelegen sind. Auch in der Stadt befinden sich ideale Standorte auf leicht erhöhten Gebäuden möglichst nahe bei den Kundinnen und Kunden.




Standortwahl und Standortgeber
SiteSharing
Die Mobilfunkbetreiberinnen arbeiten bei der Planung und beim Bau der Anlagen oftmals zusammen. Rund 30% aller Mobilfunkstandorte sind gemeinsam genutzte Anlagen, die sich die Betreiberinnen teilen. In ländlichen Gebieten und ausserhalb der Bauzone ist die gemeinsame Nutzung oftmals die Regel. Innerhalb der Bauzone wird dies durch die strengen Emissionsgrenzwerte verhindert.

  
Das Kaskadenmodell sieht vor, dass Mobilfunkantennen erst dann in Wohnzonen gebaut werden dürfen, wenn aufgrund funktechnischer Bedingungen kein Standort in einer anderen, prioritären Zone gefunden werden kann. So kommen oft schlechtere Standorte zum Zug. Deswegen ist das Dialogmodell vorzuziehen.

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Warum die Antennen dort stehen, wo sie stehen