Strenge Regulierung erschwert den Netzausbau

Im Gegensatz zu TV und Radio müssen im Mobilfunk die Antennen zwingend dort stehen, wo telefoniert oder das mobile Internet benutzt wird. Am effizientesten wäre daher die Erweiterung bestehender Standorte mit zusätzlicher Kapazität. Ein solcher Ausbau ist jedoch durch die strengen Gesetze und Grenzwerte oftmals nicht möglich.
 
Dies hat zur Folge, dass teilweise Standorte gewählt werden müssen, die aufgrund ihrer Lage nicht optimal sind. Das ist unbefriedigend – sowohl für die Mobilfunkbetreiber als auch für die Konsumentinnen und Konsumenten. Denn je besser ein Standort geeignet ist, desto geringer sind in der Regel die Immissionen.
 
Das Dialogmodell ist der richtige Weg. Das Kaskadenmodell macht das Verfahren aufwändiger und damit teurer. Zugleich steht das Kaskadenmodell im Spannungsverhältnis zum Fernmelderecht, das eine gute Versorgung verlangt. Ausserdem ist das Kaskadenmodell in vielen Gemeinden mit grossen Wohnzonen nur sehr schwierig umzusetzen.
Benjamin Wittwer, Direktor Bauenschweiz
Dialogmodell schafft Abhilfe
Die Mobilfunkbetreiber versuchen, die Situation mit dem sogenannten Dialogmodell zu entschärfen. Das Modell sichert den Behörden eine frühzeitige Information und Mitsprache bei der Antennenplanung zu. Zudem erhält die Gemeinde so die Möglichkeit, selbst geeignete Alternativstandorte vorzuschlagen. Damit kommen die Mobilfunkbetreiber den Wünschen nach einer transparenten Netzplanung und fairen Verfahren entgegen.
Gesetzliche Grundlagen