Der Weg zur grenzenlosen Kommunikation

Die Geschichte der mobilen Kommunikation in der Schweiz begann bereits 1975 mit der Einführung des ersten Nationalen Autotelefons (Natel) durch die damalige PTT im Rahmen eines Konjunktur-Förderprogramms des Bundesrats. Drei Jahre später wurden die ersten Abonnemente für mobiles Telefonieren auf dem A-Netz aufgeschaltet. Erst 1983 wurde das Natel B-Netz in Betrieb genommen. 1998 wurden dann im Zuge der Liberalisierung des Telekommarktes nebst dem bestehenden Netz der PTT/Swisscom zwei weitere Konzesssionen zum Aufbau eines Mobilfunknetztes vergeben.
Mit der Einführung der digitalen Signalübertragung war der Siegeszug des Mobiltelefons auch in der Schweiz nicht mehr aufzuhalten. Neben dem reinen Telefonieren ergänzen seit Mitte der 90er-Jahre auch die damals immer populärer werdenden Textnachrichten (SMS).
Mobil ins Internet
Nicht viel später wurde es dann möglich, das Mobiltelefon an den heimischen PC oder Laptop anzuschliessen und über das Mobilfunknetz Daten zu übertragen – zum Beispiel für den Versand und Empfang von E-Mails oder für den Abruf von Seiten aus dem Internet.
Die mobile Datenübertragung entwickelte sich neben dem mobilen Telefonieren schnell zu einer zweiten Erfolgsstory: Seit 2001 wurden die anfangs noch sehr langsamen mobilen Datendienste durch den Erweiterungsstandard GPRS (General Packet Radio Service, max.53,6 kbit/s ) verbessert. Er erlaubte es Taschencomputern (z.B. Blackberry-Modelle), ständig online zu sein. Aufgrund der steigenden Ansprüche an die Datengeschwindigkeit holten die Ingenieure mit EDGE (Enhanced Datarates for GSM Evolution, max. 236,8 kbit/s) die allerletzten Reserven aus dem GSM-Funkstandard.
Schnelligkeit zählt
Bei der Entwicklung der nächsten Generation der Mobilfunktechnik standen deshalb vor allem schnelle Datenübertragungen im Fokus. Die so entwickelte dritte Mobilfunkgeneration (auch 3G genannt) wurde in der Schweiz schliesslich im Jahr 2004 eingeführt. Sie trägt den Namen UMTS (Universal Mobile Telecommunications System, max. 384 kbit/s). Weil der Bedarf an Übertragungsgeschwindigkeiten im Internet weiter rasant stieg, wurde UMTS später mit der so genannten HSPA-Technik (High Speed Packet Access, 14,4 Mbit/s) verbessert.
Smartphones & Co.



  
Die weltweit erste SMS wurde am 3. Dezember 1992 mit dem Text «Merry Christmas» von einem PC an ein Mobiltelefon im britischen Vodafone-Netz versendet.

Gar nicht handlich
Die ersten tragbaren Funktelefone waren mit rund 12 Kilogramm Gewicht nach heutigen Massstäben keine wirklich mobilen Endgeräte. Kein Wunder, dass sie in Koffern verstaut transportiert wurden. Im Vergleich: Ein durchschnittliches Smartphone heutiger Zeit wiegt nur zwischen 100 und 150 Gramm.