Wohin mit den Antennen?

Bei der Diskussion um Standorte wird oft übersehen, dass Antennen nicht einfach frei in der Landschaft – am liebsten ausserhalb der Bauzonen – aufgestellt werden können. Die Standortwahl ist durch eine Reihe von Kriterien eingeschränkt: Antennen müssen dort stehen, wo Menschen mobil telefonieren und Daten senden wollen. Sie müssen die notwendige Kapazität und Abdeckung gewährleisten und dabei geografisch optimal stehen. Sie müssen ins bestehende Netz und in die zugeteilten Funkfrequenzen passen und den bautechnischen und statischen Anforderungen genügen sowie weitere rechtliche Rahmenbedingungen (z.B. Ortsbildschutz) erfüllen.

Geeignete Liegenschaften
Für die Erstellung einer umfassenden Mobilfunk-Infrastruktur sind die Mobilfunkbetreiberinnen auf geeignete Liegenschaften angewiesen. Das können Grundstücke, Gebäude oder andere Bauten sein. Zwischen dem Standortgeber und der Mobilfunkbetreiberin regelt ein Vertrag die Details für die Realisierung der Antennenanlage. Dabei kommt in der Regel ein Mietvertrag zur Anwendung, der die gegenseitigen Rechte und Pflichten festschreibt. Mobilfunkanlagen, welche die
Grenzwerte einhalten und nach den geltenden Vorschriften betrieben werden, sind rechtskonform. Daher ist weder eine Haftung aus dem Nachbarrecht noch eine solche aus dem Haftpflichtrecht zu befürchten.

Schwere Vorwürfe

Trotzdem werden Vermieter von Antennen-Standorten manchmal von ihren Nachbarn heftig kritisiert oder gar bedrängt, Verträge rückgängig zu machen. Oft steht dabei der Vorwurf der Bereicherung auf Kosten von Dritten im Raum. Oder der Vermieter sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, die Gesundheit von Nachbarn oder Mietern fahrlässig zu gefährden. Dies trifft überhaupt nicht zu, steht doch in der schweizerischen Gesetzgebung und speziell im Umweltschutzgesetz und in der NISV der Schutz von Mensch und Umwelt an erster Stelle. Soll Mobilfunk funktionieren, braucht es eine entsprechende Infrastruktur.
FAQs



  
Eine Antenne sendet mit einer vergleichsweise geringen Leistung und kann deshalb durchschnittlich nur etwa 40 bis 60 Verbindungen gleichzeitig halten.

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Mobilfunk und Standortgeber