Hypothese der Unbedenklichkeit

Die Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf Mensch und Umwelt werden intensiv erforscht. Im Bereich der Rundfunk- und Radarwellen geschieht dies teilweise schon seit Jahrzehnten, also nicht erst seit die ersten Mobilfunkantennen aufgestellt wurden. Bis anhin sind keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Mobilfunks belegt. Die Hypothese der Unbedenklichkeit von elektromagnetischen Feldern für die Gesundheit wird jedoch mit nationalen und internationalen wissenschaftlichen Studien laufend überprüft. Heute gibt es zum Einfluss elektromagnetischer Felder auf Organismen rund 16’000 Studien.
Einen wissenschaftlichen Nachweis für eine Schädigung von Menschen durch die Strahlung von Mobilfunkantennen oder Mobiltelefonen gibt es bisher nicht. Wissenschaftlich anerkannte Schädigungen können erst bei einer Strahlung auftreten, die stärker ist als heute zulässig.
Bundesrat, März 2010
Schweizer Forschungsinstitute
In der Schweiz und im Ausland befassen sich zahlreiche Institute und Organisationen mit den Auswirkungen von Mobilfunk auf die Gesundheit. Die wichtigsten in der Schweiz sind die Forschungsstiftung Mobilkommunikation an der ETH, die IT’IS Foundation der ETH, die Universitäten Basel und Zürich, das Bundesamt für Umwelt (BAFU) sowie das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Auf internationaler Ebene sind es Initiativen unter Aufsicht von WHO, EU sowie der diversen nationalen Gesundheitsorganisationen.
Zahlreiche Studien
Wie bei vielen kontrovers diskutierten Themen besteht auch beim Mobilfunk eine grosse Zahl an teilweise widersprüchlichen Studien. Gesundheitlich negative Effekte konnten bislang weder einwandfrei nachgewiesen noch können sie grundsätzlich nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden. Dass es etwas nicht gibt, kann wissenschaftlich nicht beweisen werden. Es gilt also, den bestehenden Hinweisen sorgfältig nachzugehen und diese auf ihre wissenschaftliche Qualität und Aussagekraft hin zu prüfen. Fazit einer Literaturstudie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Basel im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) ist, dass es keine echten Belege für eine gesundheitliche Schädigung durch Mobilfunkstrahlung gibt, dass aber auch in manchen Bereichen die Datenlage noch ungenügend ist für eine seriöse Beurteilung.

FAQs

Allfällige Effekte

Zu häufig studierten biologischen Effekten von Mobilfunkstrahlung gehören unter anderem mögliche Schlafveränderungen, Hirnstrombeeinflussung und veränderte Reaktionszeiten bei kognitiven Tests. Gesundheitsschädliche Auswirkungen konnten dabei keine festgestellt werden.



  
Bis heute konnten keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Mobilfunks nachgewiesen werden. Weitere Forschungserkenntnisse sind jedoch notwendig, insbesondere zu Langzeitwirkungen der Handynutzung.