Martin Röösli, Institut für Sozial- und Präventivmedizin, Bern
Die wissenschaftliche Datenlage zur Beurteilung der Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunkstrahlung im Niedrigdosisbereich ist noch unzureichend. Unklar ist insbesondere auch die Frage, was aus gesundheitlicher Sicht als problematischer zu bewerten ist: lokal relativ hohe, periodisch auftretende Expositionen, wie sie beim Gebrauch von Mobiltelefonen entstehen, oder geringere, aber permanent vorhandene Strahlenbelastungen durch Sendeanlagen.
Da die bisher noch lückenhaften wissenschaftlichen Erkenntnisse eine gesundheitliche Unbedenklichkeit weder ausschliessen noch positiv belegen, ist sowohl für jeden Einzelnen als auch für die Bevölkerung als Ganzes ein vorsorgeorientierter Ansatz im Umgang mit nichtionisierender Strahlung zu empfehlen.
20.09.04