Sechs Firmen wollen in Deutschland breitbandige Mobilfunknetze der vierten Generation mit LTE aufbauen. Der Abgabetermin für den Antrag bei der Bundesnetzagentur ist seit einigen Stunden verstrichen.
Sechs Unternehmen bewerben sich für die Mobilfunkfrequenzen der vierten Generation in Deutschland. Das gab die Bundesnetzagentur bekannt. Die Namen der Unternehmen nennt die Behörde nicht. Da es aber nur vier Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland gibt, müssen einige der Bewerber Firmen sein, die in Deutschland bislang noch keine Mobilfunklizenz besitzen.
Der Antrag zur Versteigerung von Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz konnte bis heute Nachmittag eingereicht werden. Die Anträge auf Zulassung werden nun von der Behörde geprüft.
Im Wesentlichen wird mit den Frequenzen der Mobilfunk der 4. Generation mit LTE (Long Term Evolution) in Deutschland realisiert werden. "Wir sagen ganz vorsichtig, dass es um drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten geht. Aber im Endeffekt geht es um breitbandigen Mobilfunk", sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur Golem.de. Die Bundesbehörde gebe aber keinen technischen Standard vor. Auch ein Betrieb von WiMAX wäre auf den Frequenzen möglich, aber im Endeffekt würden hier andere Techniken genommen, sagte der Sprecher. Die Auktion wird voraussichtlich zu Beginn des zweiten Quartals 2010 starten.
Laut Bundesnetzagentur handelt es sich bei dem Paket einmal um die 800-MHz-Frequenzen, die aus der digitalen Dividende stammen. Die digitale Dividende bezeichnet den Funkfrequenzbereich, der durch die Digitalisierung der Rundfunkübertragung frei geworden ist.
Die anderen Frequenzen stammen zum größten Teil aus der UMTS-Versteigerung im Jahr 2000. Zwei Unternehmen hatten sie ersteigert, aber die Netze nicht aufgebaut, und mussten die Lizenzen für die Frequenzbänder deshalb zurückgeben.
Quelle: Golem.de
22.01.2010
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