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Netz

Netzaufbau

Für mobiles Telefonieren braucht es nebst dem Handy ein Netz von Antennen (Basisstationen). Der Aufbau dieses Netzes basiert auf einer Zellenstruktur. Jede dieser unterschiedlich grossen Zellen wird von einer Antenne versorgt. Diese sind über Kabel oder Richtfunk miteinander verbunden. Je mehr Nutzerinnen und Nutzer innerhalb einer Zelle aktiv sind, umso mehr Sendeleistung wird benötigt. Je näher eine Antenne bei den Nutzerinnen und Nutzern steht, desto kleiner ist die für die Versorgung notwendige Leistung.

 

Unterschiedliche Frequenzen
GSM

Weltweit hat sich in der Mobilkommunikation der GSM-Standard durchgesetzt. GSM steht für Global System for Mobile Communication. Auf der Basis von GSM wurden HSCSD und GPRS entwickelt. GSM arbeitet im 900- und 1800-MHz-Frequenzband.

 

Mehr Möglichkeiten mit UMTS

Universal Mobile Telecommunications System, besser bekannt unter der Abkürzung UMTS, steht für den Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G), mit dem deutlich höhere Datenübertragungsraten (bis zu 7,2 Mbit/s bei HSDPA; ohne max. 384 kbit/s) als mit dem Mobilfunkstandard der zweiten Generation (2G), dem GSM-Standard (bis zu 220 kbit/s bei EDGE; ohne max. 55 kbit/s), möglich sind.
UMTS umfasst erweiterte multimediale Dienste sowie satelliten- und erdgestützte Sendeanlagen. Folgende Dienste können über UMTS angeboten werden:

  • Zwischenmenschliche Kommunikation (Audio- und Videotelefonie)
  • Nachrichtendienste (Unified Messaging, Video-Sprach-Mail, Chat)
  • Informationsverteilung (Internetzugang, z.B. World Wide Web browsing, Informationsdienste, öffentliche Dienste)
  • Standortbezogene Dienste (persönliche Navigation, Fahrerunterstützung)
  • Geschäftsdienste (Prozessmanagement, Mobilität in geschlossenen Räumen)
  • Massendienste (Bankdienste, E-Commerce, Überwachung, Beratungsdienste)
  • Rückkanal für mobiles interaktives Fernsehen, IP-Datacast, DVB-H

 

HSPA

High Speed Packet Access ist eine Weiterentwicklung von UMTS, die höhere Datenübertragungsraten ermöglicht. Die Technologie beruht auf UMTS und somit auf dem WCDMA-Verfahren (Wideband Code Division Multiple Access). Swisscom verspricht mit HSPA eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 14.4 Mbit/s, bei Orange sind es 3.6 Mbit/s und bei Sunrise 7.2 Mbit/s (download) (eigene Angaben der Anbieter).

 

HSDPA

High Speed Downlink Packet Access (HSDPA, 3.5G, 3G+ oder UMTS-Broadband) ist ein Datenübertragungsverfahren des Mobilfunkstandards UMTS, das vom 3rd Generation Partnership Project definiert wurde. Das Verfahren ermöglicht DSL-ähnliche Datenübertragungsraten im Mobilfunknetz.

 

HSUPA

High Speed Uplink Packet Access (HSUPA) ist ein Übertragungsverfahren des Mobilfunkstandards UMTS, das höhere Datenübertragungsraten im Uplink ermöglicht und die Roundtrip-Zeiten (oft als Ping bezeichnet) verkürzt. Mit HSUPA konnten bis zu 5,8 Mbit/s erreicht werden. HSUPA ist Teil des Release 6 von UMTS, dessen Spezifikation im Standardisierungsgremium 3GPP noch nicht abgeschlossen ist.

 

LTE

Die Entwicklung macht nicht Halt. Unter dem Namen Long Term Evolution (LTE) bereiten Netzbetreiber und Gerätehersteller die nächste Stufe der Mobilfunk-Technik vor. Ab 2010 werden die neuen Netze aufgebaut.

LTE wird mobile Datenübertragungen mit bis zu 100 Megabits/s erlauben. Zudem werden die Wartezeiten auf Datenpakete (die so genannte Latenz) drastisch verkürzt und die Datenrate auch am Rand des Versorgungsgebiets stabil gehalten.