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Entwicklung des Mobilfunks

Vom mobilen Telefonieren...

1978 wurden in der Schweiz die ersten Abonnemente für mobiles Telefonieren auf dem A-Netz verkauft. Erst 1983 wurde das Natel B-Netz in Betrieb genommen. Verwendet wurden rund zwölf Kilogramm schwere Autotelefone. 1987 wurde das Natel C-Netz eingeführt. Doch auch die Technik des Natel C liess sich noch verbessern: 1993 startete in der Schweiz das Mobilfunknetz Natel D. Während seine Vorläufer mit analoger Signalübertragung arbeiteten, funkte das Natel D digital. Da die Schweiz sich dem internationalen Funkstandard GSM angeschlossen hatte, wurde es zudem möglich, sein Natel auch in Nachbarländern zu nutzen. Das Natel D leitete eine weitere technologische Revolution ein: Die seit Mitte der 90er-Jahre immer populärer werdenden Kurznachrichten (SMS) ergänzten das reine Telefonieren um Textnachrichten. Etwas später wurde es dann auch möglich, das Natel am Laptop anzuschliessen und über das Mobilfunknetz Daten zu übertragen - etwas für den Versand und Empfang von E-Mails oder für den Abruf von Seiten aus dem Internet.

 

...zur mobilen Datenübertragung

Die mobile Datenübertragung entwickelte sich neben dem mobilen Telefonieren schnell zu einer zweiten Erfolgsstory: Seit 2001 wurden die anfangs noch sehr langsamen mobilen Datendienste durch der Erweiterungsstandard GPRS (General Packet Radio Service) verbessert. Er erlaubte es Taschencomputern (z.B. Blackberry-Modelle), ständig online zu sein. Aufgrund der steigenden Ansprüche an die Datengeschwindigkeit holten die Ingenieure mit EDGE (Enhanced Datarates for GSM Evolution) die allerletzten Reserven aus dem GSM-Funkstandard. Bei der Entwicklung der nächsten Generation der Mobilfunktechnik standen deshalb vor allem schnelle Datenübertragungen im Fokus. Die so entwickelte dritte Mobilfunkgeneration (auch 3G genannt) wurde in der Schweiz schliesslich im Jahr 2004 eingeführt. Sie trägt den Namen UMTS (Universal Mobile Telecommunications System). Weil der Bedarf an Übertragungsgeschwindigkeiten im Internet weiter rasant stieg, wurde UMTS später mit der so genannten HSPA-Technik (High Speed Packet Access) "getuned". Und die Entwicklung geht ungebremst weiter. Unter dem Namen Long Term Evolution (LTE) bereiten die Netzbetreiber und Gerätehersteller schon die nächste Stufe der Mobilfunktechnik vor. Ab 2010 sollen die neuen Netze aufgebaut werden.

 

Immer mehr Menschen nutzen die mobile Kommunikation
Nutzten 1990 erst rund 133'000 Personen in der Schweiz die Möglichkeiten der mobilen Kommunikation, waren es fünf Jahre später fast 500'000. Im Jahr 2009 angelangt, nutzen mittlerweile über 8.7 Millionen Menschen in der Schweiz die Mobilfunkdienste (Stand März 2009). 1998 wurden 36 Millionen SMS verschickt, im Jahr 2008 war es die imposante Zahl von 4.3 Milliarden.

 

Weitere statistische Angaben zum Mobilfunk finden Sie in der Fernmeldestatistik des BAKOM.